Hotelbewertung - Le Meridien Wien, Opernring

Das Le Meridien Hotel Wien, ist neben dem Hotel Imperial und dem Hotel Bristol, dass dritte Hotel aus der Starwood SPG Collection und liegt am Opernring, der eine gute und schnelle Verbindung zur Wiener Innenstadt bietet.

Es ist für mich der zweite Aufenthalt und nachdem der Aufenthalt in diesem Hotel im Jahre 2008 mehr als unerfreulich war, (Zimmer nicht vorhanden oder fertig, mehrfache Vertröstung, kein Interesse am Gast, etc.) wollte ich diesem Hotel noch einmal eine neue Möglichkeit geben und dachte, der erste Eindruck wäre nur ein schlechter Tag gewesen, denn optisch finde ich das Hotel sehr gelungen.

Laut Starwood Webseite (spg.com) waren einige Zimmer und Upgrades direkt verfügbar, so dass man sich eigentlich auf einen netten Aufenthalt hätte freuen können – „hätte“ . Direkt beim Checkin (nachdem ich mich zunächst selbst um das Gepäck und einen Parkplatz bemühen durfte), erhielt ich die Informationen von Mitarbeiter, dass die Daten die alle Online bei SPG stehen würden, ja nicht stimmen und nur das Hotel den tatsächlichen Status kennt. Es kann also nach Auskunft des Mitarbeiters dann bedeuten, dass man auf der Webseite des Anbieters ein Zimmer bucht, sich auf die Reise nach Wien befindet und erst vor Ort realisiert, dass eigentlich kein Zimmer zur Verfügung steht. Gut, dass dieses in allen anderen 1099 Starwood-Häusern anders gelöst zu sein scheint. Eine Erklärung wollte er mir dazu allerdings dann nicht geben.

Nach einer kurzen „Diskussion“ am Front-Desk ist auf einmal eine Junior-Suite in der siebten Etage freigeworden und man teilte mir doch mit, wie glücklich man sich schätzen würde, dann er nach Genehmigung doch ein Upgrade herausgeben darf. (Verwunderlich nur, dass die Suite schon seit Stunden online verfügbar war). Es war natürlich keine Überraschung mehr, dass es keine Welcome-Amenities, Grüße oder sonstige Dinge auf dem Zimmer befanden, aber das Zimmer war auf den ersten Eindruck „o.k.“ – nach kurzer Zeit fand man jedoch noch ein benutztes „Papiertuch“ vom Vorgänger seitlich in der Couch, eine nicht vollständig gereinigte Toilette und ein nicht funktionierenden Internetanschluß am Schreibtisch und Fernseher mit Aussetzern (am Tage der Europameisterschaft) vor. Für ein „Luxus-Hotel“ mehr als enttäuschend.

Die Ethernet-Verbindung defekt, die Wifi-Verbindung nur mit 256kb äußerst langsam und für einen schnellen Zugang sollte noch einmal ein Aufpreis von EUR 10,00 bezahlt werden. Dieses war auch einer der Gründe, warum es aus Wien kein direktes Update für den Blog gab und die Fotos auch sehr limitiert waren.

So konnte man es eher als Zeichen deuten und sich für einen schönen Tag in der Wiener Innenstadt entscheiden und das Hotel am ersten Abend zunächst einmal etwas ignorieren.

Da die Restaurants der Innenstadt von Wien nur wenige Schritte entfernt waren (wie auch bei den anderen beiden Starwood Hotels – „Hotel Imperial“ und „Hotel Bristol“) konnte man das Auto ohne Probleme in der Hotelgarage stehen lassen. Die Parkgebühren bei allen Hotels liegen übrigens bei ca. 35-40 EUR (pro Tag!)

Die nächste Überraschung vom Hotel gab es dann am nächsten Morgen direkt um 08.00 Uhr (Checkout-Tag) an der Zimmertür, wo trotz „Do-no-disturb-Schild“ und dem Abreisetag das Zimmermädchen im Zimmer stand unter nur direkt sagte „Muss Zimmer machen – JETZT!“ – auf Nachfrage und dem Hinweis, dass man es jetzt nicht benötigte wurde der Satz nur noch mal wiederholt, so dass man die Dame nur höflich aber bestimmt, aus dem Zimmer verweisen musste.

Eine angenehme Überraschung im Haus – dieses Mal im positiven Sinne – war das kontinentale Frühstück für SPG Platinum Mitglieder, da es sowohl reichhaltig war, wie auch das Personal sehr bemüht und freundlich. Nach den ersten Erfahrungen in dem Hause hätte man dieses nicht mehr erwartet.

Bei Auschecken aus dem Hotel gab es die Frage, ob alles zur Zufriedenheit war und als man diese verneinte, lediglich der Hinweis, „das ist schade“. Auch eine Klärung mit dem Hotel nach dem Aufenthalt brachte erst nach einigen Wochen und Kontakt durch SPG eine entsprechende Resonanz.

Fazit: Ein schönes Hotel in guter Lage in Wien, tolle Optik der Zimmer, doch leider ein völlig überfordertes und desinteressiertes Personal. Die Empfehlung kann daher nur lauten, dass man besser 20-30 EUR mehr Geld ausgeben sollte und das „Bristol“ Hotel wählen sollte oder ca. 50-60 EUR mehr und das „Hotel Imperial“ wählen.