Barcelona – MILK Bar, Brunch – Restaurant Kritik

Die MILK-Bar mehrfach erwähnt und bereits in Empfehlungen vom Lonely Planet und der Zeitschrift ELLE UK für das außergewöhnliche und gemütliche Brunch bis 16.00 genannt, musste nun einem Besuch und einem Test unterzogen werden. War es wirklich der hippe Platz in Barcelona, den man auf keinen Fall verpassen durfte?

Gelegen in einer Seitenstraße von Barcelona, die nur zu Fuß erreicht werden und wo so mancher spanische Taxifahrer bereits seine Probleme hat, diese überhaupt zu finden – also Handy mitnehmen und dem Taxifahrer notfalls den Weg zeigen.

Die Erwartungen waren wie große Schlangen, wie abends vor den bekannten Tapas Bars in Spanien, aber um 15.30 Uhr gab es weder Schlangen vor der MILK Bar, noch ein großer Andrang. Lediglich 3 Personen saßen am Tresen, alle Tische wurden entweder gerade angeliefert oder waren wirklich unbesetzt.

Die Frühstücks- und Brunch-Karte lag auf den Tischen aus und bot zwischen 5 und 10 EUR eine gute Auswahl an Speisen zu fairen Preisen für die sonst üblichen Verhältnisse in Barcelona. Neben den üblichen Eier Florentine und Benedict, gab es sowohl die Auswahl von Salaten, wie auch die typisch amerikanischen und britischen Pancakes und natürlich einen entsprechender Breakfast Burger. Die Wahl für den Test fiel auf Pancakes „Penny Lane“ und einen Salat mit Caesar Dressing und einem besonderen Ei.

Das nicht sonderlich hilfsbereite Personal nahm die Bestellung etwas widerwillig auf und es dauerte geschlagene 20 Minuten bis der Salat und die Pancakes serviert wurden – bei einem gefühlten Restaurant sicherlich akzeptabel, bei einem leeren Restaurant mit freiem Blick in die Küche, doch schon etwas langsam und ohne eine Möglichkeit noch eine Nachspeise von der Karte zu bestellen, da bereits um 15.50 Uhr die Tische abgeräumt wurden, für das Abendprogramm die vermutlich dann auch höherpreisigen Gerichte.

Die für Barcelona typischen Churros gab es in der MILK Bar ebenfalls nicht, obwohl es gerade für Barcelona sehr typisch ist, eine heiße Tasse Schokolade, dazu frittierter Kuchen, aber seitens der Besitzer (ein britisches Paar) gab es nur die Frage was sind Churros.

Zu ein Frühstück zu einer späten Uhrzeit und einem Gesamtpreis von knapp 20 EUR kann man sicherlich nichts sagen, aber es ist auch nicht das Restaurant oder die besondere Bar, wofür sich der Weg auch nur im Geringsten lohnen würde, da fallen spontan einige andere Alternativen in den Seitenstraßen der Ramblas ein, die es demnächst dann einmal gibt.

Die Empfehlungen von ELLE Uk und Lonely Planet aus den Jahren 2009 und 2010 waren wohl zur besten Zeit oder an einem späten Abend oder Wochenende. Es war o.k. – aber eben auch nur o.k. und nicht das erwartete besondere Restaurant.

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